None of my Business

In »None of my Business« untersucht das Kollektiv Filet + Friends in Zusammenarbeit mit Aktivist*innen Klima(un)gerechtigkeit: die Diskrepanz zwischen der Verantwortung für den Klimawandel und den Auswirkungen auf jene, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Ausgangspunkt ist der Aufstand von 600 Frauen im Niger Delta: eine der erdölreichsten, aber zugleich am stärksten ausgebeuteten Regionen Afrikas. Zehn Tage lang besetzten sie die Büros von Shell und Chevron, unbewaffnet, aber mit einer mächtigen Drohung: den Machträgern ihre nackten Ärsche zu zeigen. Ein in Nigeria tief verankerter Akt spiritueller Verfluchung und Beschämung. In einer kapitalistischen Welt, in der fossile Energien, profitgieriges Business dominieren und koloniale Ungleichheiten bestehen, ist Klimagerechtigkeit nicht nur ökologisch, sondern vor allem eine politische und gesellschaftliche Angelegenheit. Acht Performer*innen erforschen, wie sich Widerstand in diesem Weltsystem anfühlen kann: persönlich, politisch, körperlich. Mit autobiografischen Texten, choreografischen Elementen und Live-Musik auf der Cajón bewegen sich die Performer in einem gemeinsamen Spannungsfeld auf der Bühne.


Organisatorische Leitung: Filet
Konzept, Text, Performance: Dena Abay, Louison Cornu, Hatini Dionou, Flora Udochi Egbonu, Lena Elsa Kolle, Johanna Maria Schwaiger
Konzept, Text, Tanz und Choreographie: Ridwan Adisa Rasheed Konzept, Musikdesign  Laura Robles Marcuello Dramaturgie Golnaz Farmani Regieassistenz Rosie Marie Outside Eye Sarah Elisabeth Braun Kostüm Marie Matondo Nsimba & Danaide Miranda (miranda.matondo) Maskendesign Divine Fidelis Onoshiojemanio Bühne Soojin Oh Lichtdesign Lou Oelrich Fotos Victor Akhere Beratung Nene Opoku, Nary Götze Grafik- und Videodesign Gabriella Fiore Administration ehrliche arbeit - freies Kulturbüro Übersetzung/Dolmetschen  Laura Schargan Remix Song Emmah Mandona

Eine Produktion des Filet Kollektivs in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfond Berlin und das Österreichische Kulturforum Berlin. Mit freundlicher Unterstützung von Centre Français de Berlin und Kebetkache Women Development & Resource Centre, Nigeria.